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«Für tiefe Steuern, Abgaben und Gebühren sowie weniger Bürokratie, damit sich Arbeit und Leistung lohnen»
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«Für eine eigenständige Schweiz. Denn nur wenn wir unsere Politik selber bestimmen können, bleiben wir internationale Spitze und können weiterhin stolz auf unser Land sein»
«Für konsequente Bekämpfung von Gewalt, Kriminalität, gegen mehr Radarkästen und Bussenabzockerei»
«Für mehr Bildung statt Schulreformitis»
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Flugplatz Dübendorf gehört in den Richtplan.

Der Kantonsrat hat am Montag meine Motion, welche den Eintrag der Piste des Flugplatzes Dübendorf in den Richtplan fordert, mit 92:81 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen.
Hintergrund dieses Vorstosses bildete Die Tatsache, dass der Flugplatz Dübendorf genau hundert Jahre nach seiner Inbetriebnahme anlässlich der Richtplanrevision 2014 einfach dreist aus dem kantonalen Richtplan getilgt wurde. Eine links-grüne Mehrheit im Kantonsrat sah im Verbund mit gewissen bürgerlichen Kreisen, welche um jeden Preis das Areal für den Innovationspark nutzen wollten, die zweifelhafte Chance die Fliegerei aus Dübendorf zu vertreiben. So entstand die merkwürdige Situation, dass eine wichtige bestehende Infrastruktur nicht im Richtplan abgebildet war, das Wunschdenken einiger Kreise hat die reale Welt aus dem Richtplan verdrängt. Mittlerweile wurde der reduzierte Perimeter für den Innovationspark festgesetzt. Zugleich hat der Bund als Eigner des Geländes und Hoheitsinhaber der Luftfahrtspolitik mehrmals unmissverständlich dargelegt, dass er an einer fliegerischen Nutzung des Areals festhalten will. Der Regierungsrat hat denn auch Anfang 2017 seine früher ablehnende Haltung revidiert und sogar die umliegenden Gemeinden haben ein alternatives Nutzungskonzept erarbeitet, welches die Fliegerei einschliesst. So reifte dann auch bei der FDP und CVP die Überzeugung, dass sich der Innovationspark und die Fliegerei nicht ausschliessen und sich vielmehr auch wertvolle Synergien bieten. Die Überweisung der Motion ist ein wichtiges Signal, dass sich der Kanton nicht kategorisch gegen einen Flugbetrieb in Dübendorf wehrt. Die Piste wird bleiben unabhängig davon, welches Konzept sich schliesslich durchsetzen wird. Die für die Region wirklich entscheidende Frage wie sich der künftige Flugbetrieb auswirken wird, ist Gegenstand des Sachplanes Infrastruktur Luftfahrt (SIL) des Bundes und dem entsprechenden Betriebsreglement. Dass dieser Prozess kritisch begleitet werden wird, ist sicher und es wird noch Jahre dauern, bis eines der Konzepte zur vollen Wirkung kommt. Es ist zu hoffen, dass diese Diskussion sachlich geführt werden wird. Nebst den negativen Auswirkungen gilt es auch die Bedeutung der Aviatik im Allgemeinen und die der Geschäftsfliegerei im Besonderen für den Wirtschaftsraum Zürich und das ganze Land in die Waagschale zu werfen. Moderne Geschäftsreiseflugzeuge sind hocheffizient und leise, wie man sich alljährlich während dem WEF in Dübendorf oder täglich am Flughafen Zürich überzeugen kann. Auf jeden Fall um Faktoren leiser als die jahrzehntelang geduldeten militärischen Kampfflugzeuge. Eine teilweise Auslagerung der Geschäftsfliegerei nach Dübendorf macht am Flughafen Kapazitäten frei, was neben anderen Massnahmen potenziell geeignet ist, den gefürchteten Verspätungsabbau in den Nachtstunden zu vermeiden. Zudem sind die direkten und unkomplizierten Wege und Prozesse auf einem kleineren Flugplatz attraktiv für die auf Flexibilität angewiesenen Geschäftsreisenden, welche erwiesenermassen einen erheblichen Anteil an der Wertschöpfung unseres Banken- und Wirtschaftsplatzes beitragen. Der Richtplaneintrag macht den Weg frei zur Nutzung der einmaligen Chance in Dübendorf eine wichtige aviatische Infrastruktur zu erhalten, Synergien mit dem Innovationspark zu realisieren und zugleich die letzte strategische Landreserve im Kanton für künftige Generationen zu sichern.


Christian Lucek, 4.9.2017