banner 2c
«Für tiefe Steuern, Abgaben und Gebühren sowie weniger Bürokratie, damit sich Arbeit und Leistung lohnen»
«Für eine Ausländerpolitik, die von den Migranten ernsthafte Integrations-bemühungen sowie die Respektierung unserer Gesetze, Werte und Traditionen einfordert»
«Für eine eigenständige Schweiz. Denn nur wenn wir unsere Politik selber bestimmen können, bleiben wir internationale Spitze und können weiterhin stolz auf unser Land sein»
«Für konsequente Bekämpfung von Gewalt, Kriminalität, gegen mehr Radarkästen und Bussenabzockerei»
«Für mehr Bildung statt Schulreformitis»
150px-SVP svg

Neuausrichtung des Zürcher Fluglärmindex (ZFI)

Der Kantonsrat hat an der Sitzung vom 17. September das Postulat der CVP, FDP und SVP betreffend der Neuausrichtung des ZFI mit 97 Ja zu 70 Nein Stimmen überwiesen.

Im Grundsatz ist der ZFI geeignet die Fluglärmentwicklung darzustellen und soll beibehalten werden. Doch entspricht er nicht mehr den heutigen Gegebenheiten der Raumplanung. Grosse Teile der betroffenen Region gehören nach dem kantonalen Raumordnungskonzept zum Wachstumsgebiet, welches 80% der Bevölkerungszunahme aufnehmen soll. Tatsächlich steigt die Einwohnerzahl im kantonalen Vergleich in der Flughafenregion am stärksten. Es stellt sich nun die Frage ob die Neuzuzüger trotz oder wegen des Flughafens in die Region ziehen. Offensichtlich sind die Flughafenbezirke attraktiv, nicht zuletzt durch ein grosses Arbeitsplatzangebot von Firmen, welche direkt oder indirekt von der hervorragenden internationalen Anbindung des Standortes profitieren. In erster Linie sorgt denn auch das Bevölkerungswachstum dafür, dass der ZFI-Richtwert regelmässig überschritten wird. Milliardeninvestitionen der Fluggesellschaften, namentlich der Swiss, in wesentlich effizientere und leisere Flugzeuge, werden dadurch im ZFI neutralisiert, obwohl objektiv der Lärm abnimmt. Dies ist ein Konstruktionsfehler im ZFI welcher korrigiert werden muss, ohne die Aussagekraft des Indexes zu schwächen. Eine weitere wichtige Herausforderung sind die Flüge in den Nachtstunden und vor allem der Verspätungsabbau bis 23.30 Uhr. Um dies zu verbessern, ist eine moderate Erhöhung der Spitzenkapazität insbesondere in den Mittagszeiten erforderlich. Dadurch können die sich aufsummierenden Verspätungen vermieden werden und die sensiblen Nachtstunden werden entlastet. Doch dazu sind Anpassungen am Betriebsreglement und bauliche Massnahmen erforderlich. Diese werden jedoch regelmässig von Links/Grün und Fluglärmorganisationen konsequent bekämpft, welche damit dem eigentlichen Ziel, weniger Nachtlärm, entgegenwirken. Die stetig verlängerte Nachtruhe am Flughafen ist mit sechseinhalb Stunden im internationalen Vergleich einmalig und ein Wettbewerbsnachteil. Doch ist sie im dicht besiedelten Umfeld unumgänglich und nicht verhandelbar, damit muss der Flughafen leben. Umso mehr muss er tagsüber flexibler agieren können, um die wichtigen internationalen Verbindungen halten zu können. Der ZFI soll als Kontrollinstrument die Lärmentwicklung fair und vergleichbar abbilden, daher ist die Raumplanung und Bevölkerungsentwicklung bei der Neugestaltung zu berücksichtigen. Zudem sollen Betreiber und Fluggesellschaften Ansporn haben, den Lärm weiter mit betrieblichen und technischen Massnahmen in Grenzen zu halten.