«Für tiefe Steuern, Abgaben und Gebühren sowie weniger Bürokratie, damit sich Arbeit und Leistung lohnen»
«Für eine Ausländerpolitik, die von den Migranten ernsthafte Integrations-bemühungen sowie die Respektierung unserer Gesetze, Werte und Traditionen einfordert»
«Für eine eigenständige Schweiz. Denn nur wenn wir unsere Politik selber bestimmen können, bleiben wir internationale Spitze und können weiterhin stolz auf unser Land sein»
«Für konsequente Bekämpfung von Gewalt, Kriminalität, gegen mehr Radarkästen und Bussenabzockerei»
«Für mehr Bildung statt Schulreformitis»
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Der Wirtschaftsmotor steckt im Stau

"Brüttiseller Kreuz bis Weiningen, Stau wegen Verkehrsüberlastung". So tönt die beinahe tägliche Verkündung des Verkehrskollapses auf dem Nordring, abwechslungsweise in die eine oder die andere Richtung, meistens jedoch in beide gleichzeitig. Grund zum Ärgern ob dieser Situation haben durchaus nicht nur die direkt betroffenen Automobilisten wegen ihrer eingehandelten Verspätung, sondern alle verantwortungsbewussten Bürger. Die summierten Schäden des Dauerstaus sind sowohl in ökonomischer wie auch ökologischer Sicht erheblich. Was nützen uns die modernen Fahrzeuge in den besten Energieeffizienzkategorien, wenn sie für 10 Staukilometer auf dem Nordring die Treibstoffmenge eines Panzers in voller Fahrt verschlingen? Links-grüne Verkehrsideologen werden nun erklären, dass der Ausbau der Strassennetze in die Irre führt, die raumplanerischen Konzepte sollen den Pendlerströmen entgegenwirken, Wohnen wo gearbeitet wird ist gefragt. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, leider ist es ideologisches Wunschdenken. Der öffentliche Verkehr vermag diese Mobilität nicht alleine zu tragen, weder genügt die Kapazität noch ist die Flexibilität ausreichend um alle Bedürfnisse aufzunehmen.

Wohlstand ohne Verkehr ist Wunschdenken
Der Druck auf den Arbeitsmarkt nimmt stetig zu, nicht zuletzt aus dem Schengenraum strömen ungebundene Arbeitskräfte in das Land. Auch aus diesem Grund ist eine immer höhere Flexibilität, sprich Mobilität, der einheimischen Arbeitskräfte gefordert. Keiner steht zum Spass im Stau. Die Fahrzeuge werden zwar immer sparsamer, und auch alternative Antriebskonzepte werden Verbreitung finden. Abnehmen wird der Individualverkehr jedoch nicht. Damit die ökologischen Anstrengungen nicht im Stau stecken bleiben, müssen daher Massnahmen folgen, dass der Verkehr fliesst. Der Nordring wird auch nach dem Ausbau mit der dritten Gubriströhre eng an der Kapazitätsgrenze laufen. Die im Richtplan verankerte äussere Nordumfahrung soll daher rasch zur Projektreife gebracht werden. Bei einer Realisierung kann langfristig der gesamte Verkehr auf der Ost-West-Lebensader der Schweiz auf der direkten Linie geführt werden. Damit würde der Nordring als Stadttangente massiv entlastet. Bauvorhaben, wie die dritte Gubriströhre und der Ausbau des Nordrings auf sechs Spuren, dürfen nicht mehr weiter verzögert werden.

Schichtbetrieb statt Geisterbaustellen
Die Bauarbeiten am Strassennetz sollen effizient erfolgen. Es erstaunt, weshalb rund um die Uhr an der NEAT gebohrt werden kann, hingegen auf den Strassenbaustellen kein Schichtbetrieb geleistet wird. Dies muss sich zwingend ändern, damit die Nadelöhre rasch verschwinden. Auch kleinere Bauunternehmen sind dieser Aufgabe gewachsen, wenn sie sich bei Bedarf zu Arbeitsgemeinschaften zusammenschliessen. Es fehlt aber der Anreiz vom Auftraggeber, dem Bund und den Kantonen, mit klaren Fristen und Bonus-Malus-Systemen die rasche Ausführung voranzutreiben. Immer wieder ist zudem zu beobachten, wie zur Zeit beim Kreiselbau in Otelfingen, dass die Verkehrsführung während der Bauzeit ohne Ampel und Schikanen möglich wäre. Umsetzbar wäre dies mit etwas Umsicht und wenig Aufwand, der Stau liesse sich vermeiden. Ob dies aus Unvermögen, Nachlässigkeit, Desinteresse oder gar Absicht nicht geschieht, lassen wir mal offen. Tatsache ist, dass es beim Kanton niemanden kümmert. Abhilfe könnte ein Ombudsmann leisten, der ausgestattet mit dem nötigen Fachwissen, gegenüber den Behörden die Interessen des Individualverkehrs vertritt und einschreitet wo es nötig ist. Werden die Massnahmen umgesetzt, ist der Aufwand für diese Stelle rasch kompensiert.

Es besteht also einiges an Handlungsbedarf. Der mobile Bürger erwartet von den Politikern griffige Massnahmen. Die Gelegenheit zur Weichenstellung besteht schon bald: an den Kantons- und Regierungsratswahlen vom 3. April.