«Für tiefe Steuern, Abgaben und Gebühren sowie weniger Bürokratie, damit sich Arbeit und Leistung lohnen»
«Für eine Ausländerpolitik, die von den Migranten ernsthafte Integrations-bemühungen sowie die Respektierung unserer Gesetze, Werte und Traditionen einfordert»
«Für eine eigenständige Schweiz. Denn nur wenn wir unsere Politik selber bestimmen können, bleiben wir internationale Spitze und können weiterhin stolz auf unser Land sein»
«Für konsequente Bekämpfung von Gewalt, Kriminalität, gegen mehr Radarkästen und Bussenabzockerei»
«Für mehr Bildung statt Schulreformitis»
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Standhafte Schweiz mit Zukunft!

1. August Ansprache Dänikon-Hüttikon

Liebe Festgemeinde

Liebe Däniker und Dänikerinnen, liebe Hüttiker und Hüttikerinnen es ist mir eine besondere Freude, heute Abend vor Ihnen zum Nationalfeiertag reden zu dürfen.

Unsere Gemeinden sind seit den siebziger Jahren vom kleinen Bauerndorf zu beliebten Wohngemeinden gewachsen. So kommt es, dass heute Abend die alteingesessenen Bürger wohl in der Minderzahl sind. Doch ob seit Urzeiten hier oder erst kürzlich zugezogen, wir fühlen uns wohl in unseren Dörfern.

Sind es in erster Linie vielleicht ganz praktische Gründe die dazu führen sich hier niederzulassen, wird man jedoch schnell Teil der Gemeinschaft, man fühlt sich willkommen und wird auch im Herzen Däniker und Hüttiker. Diese Offenheit ermöglicht das gleichberechtigte Mitwirken von allen, in den Vereinen, am Stammtisch und in der Politik.

Unsere Dörfer sind damit urschweizerisch, grunddemokratisch und damit ein kleines Abbild von unserem Land.

Wer am 72igsten Geburtstag seiner Mutter eine Tischrede hält, wird sicher einige lobende Worte finden; wir feiern heute einen 720igsten Geburtstag, erlauben sie mir daher einen gewissen Patriotismus.

Wir sind der Schweiz zu Dank verpflichtet, sie lässt uns seit Jahrhunderten hier in Frieden und Freiheit leben. Das soll kein kitschiger Patriotismus sein, sondern der Glaube an die Stärke und Einmaligkeit einer ganz besonderen Staatsidee. Nicht umsonst übt unser Land starke Anziehungskraft in alle Welt aus.

Das schweizerische Modell hat 720 Jahre überdauert, mehr als alle anderen Nationen. Das ist bemerkenswert. Bestimmte Besonderheiten haben all die Jahrhunderte gehalten, so die Möglichkeit des Volkes die Angelegenheiten in die eigene Hand zu nehmen. Wichtige Entscheide fallen an der Urne und nicht am Pult von realitätsfernen Bürokraten. Staatsverdrossenheit ist darum bei uns weniger ein Thema als in anderen Ländern.

Dabei verdanken wir unseren Wohlstand in der Schweiz überwiegend der Innovation, dem Fleiss und der Ausdauer der Arbeiterschaft im weitesten Sinne, also letztendlich von all jenen, die Initiative, Unternehmergeist, Wissen und Sachkenntnis einsetzen, geprägt von der Selbstverantwortung und immer auch von ihrem individuellen wirtschaftlichen Risiko.

So pflegen beispielsweise die Bauern bei der Produktion gesunder Lebensmittel auch unsere Landschaft und bieten damit nicht nur uns, sondern auch dem Tourismus eine wertvolle natürliche Lebensgrundlage, viele soziale Leistungen werden im Rahmen vom Familiengefüge und unentgeltlich erbracht, ein Dank auch all jenen, die Lehrlinge ausbilden, nicht weil sie vom Staat dazu gezwungen werden, sondern weil sie an die Jugend und den Fortbestand ihrer Branche glauben.

Grundlage dazu ist unser Staatswesen das unsere Vorfahren nach heute noch gültigen Werten aufgebaut haben:
  • Freiheit und Selbstverantwortung haben vorrangige Bedeutung;
  • Mitbestimmung kommt vor der Macht einer Elite;
  • eine sprachlich-kulturelle Vielfalt und Kantönligeist gefällt uns besser als Einheitsbrei;
  • Neutralität ist besser als Einmischung in fremde Angelegenheiten.

Die Schweiz hat damit eine sehr eigenständige Ausprägung. Sie steht wie kein anderes Land für Freiheit.

Der Blick zu unseren Nachbarstaaten gibt uns - in aller Bescheidenheit - Recht, dass unser Staatswesen nicht so falsch sein kann.

Rund herum wird zentralisiert, Probleme mit Geld gelöst, der Bürger scheindemokratisch entmachtet, Steuermittel werden zweckentfremdet und fremdverteilt, Individualität und Volksgruppen verschwinden in der gleichgeschalteten Anonymität.

Unsere Werte wie das System der direkten Demokratie, der Föderalismus und die Neutralität sind hingegen entscheidende Standortvorteile der Schweiz.

Dies beginnt eben im Gemeindewesen, hier bei uns; Der gesunde Menschenverstand sagt uns:
Wer schon im Kleinen versagt, scheitert auch im grossen Rahmen. Die grössten Probleme entstehen, weil man das Naheliegende nicht mehr im Griff hat.

Wir brauchen keine grossen Würfe und Visionen. Der Blick fürs Machbare, die Bürgernähe und eine gewisse Bescheidenheit prägt unser Handeln, das verhindert sicher nicht alle Missstände und Missbräuche, aber verringert die Gefahr dafür.

Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell, darauf dürfen wir stolz sein!

Doch Erfolg weckt Neid, das ist verwerflich aber menschlich. Leider gilt dies auch zwischen Staaten.

Hier wünsche ich mir unserer Schweiz Politiker die diesen Stolz in sich tragen, die dem wachsendem Druck und Begehrlichkeiten von aussen standhalten und die Interessen unseres Landes ohne wenn und aber voranstellen.

Trotz der uns eigenen Bescheidenheit gilt es die Verhandlungsposition der Schweiz nicht im Voraus durch unterwürfiges Entgegenkommen zu schwächen. Die Stärken der Schweiz werden sehr wohl anerkannt, Minderwertigkeitskomplexe sind fehl am Platz.

Kritik und Machtdemonstrationen von Aussen sind meist durchschaubare Zeichen der eigenen Schwäche, es geht darum einen Vorteil, meist einen finanziellen, herauszuholen, dem müssen wir standhalten!

Auch wenn es sich bei unseren beiden Gemeinden nur um kleine Gebilde im Staatsgefüge handelt, solche Orte sind es, die den Geist und Charakter, die Stärke und das Wesen der Schweiz ausmachen. Wir sind weltoffen im Kleinen - auch wenn uns andere das Gegenteil weismachen wollen - und individuell im Grossen. Eine gesunde Lebensgemeinschaft, so wie wir sie da in diesem Land und in diesen Gemeinden vorfinden, lebt davon, dass alle Mitglieder den Glauben an die Stärke und Einmaligkeit einer ganz besonderen Staatsidee hegen und pflegen.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass die 720jährigen Werte der Schweiz auch in Zukunft bestand haben, tragen wir Sorge dazu!

So schliesse ich gerne mit einem Zitat des Piloten und Dichters Antoine de Saint-Exupéry:

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

Ich danke Ihnen herzlich!