«Für tiefe Steuern, Abgaben und Gebühren sowie weniger Bürokratie, damit sich Arbeit und Leistung lohnen»
«Für eine Ausländerpolitik, die von den Migranten ernsthafte Integrations-bemühungen sowie die Respektierung unserer Gesetze, Werte und Traditionen einfordert»
«Für eine eigenständige Schweiz. Denn nur wenn wir unsere Politik selber bestimmen können, bleiben wir internationale Spitze und können weiterhin stolz auf unser Land sein»
«Für konsequente Bekämpfung von Gewalt, Kriminalität, gegen mehr Radarkästen und Bussenabzockerei»
«Für mehr Bildung statt Schulreformitis»
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Besinnung auf Werte, 1. August in Stadel

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Liebe Windlacher, liebe Leute aus Raat und Schüpfheim,
liebe Stadler,
liebe Festgemeinde!

Wer am Geburtstag seiner Mutter eine Tischrede hält, wird sicher einige liebevolle Worte finden; wir feiern heute einen 723igsten Geburtstag von Mutter Helvetia, erlauben sie mir daher einen gewissen Patriotismus zur Würdigung der alten Dame.

Wir sind der Schweiz zu Dank verpflichtet.

Sie lässt uns seit Jahrhunderten hier in Frieden und Freiheit leben.
Das Fundament dazu bildet der Glaube an die Stärke und Einmaligkeit einer ganz besonderen Staatsidee.
Pfeiler dazu sind die von unseren Vorfahren begründeten und heute noch gültigen Werte:
•    Freiheit, Unabhängigkeit und Rechtstaatlichkeit sind unantastbar;
•    gelebte Demokratie beschränkt die Macht von Eliten oder einzelner;
•    eine sprachlich-kulturelle Vielfalt und Kantönligeist gefällt uns besser als Einheitsbrei;
•    Neutralität schützt und ist eine Chance für den Frieden auch in fernen Ländern.

Die Schweiz hat damit eine sehr eigenständige Ausprägung, aber das Modell hat 723 Jahre überdauert, mehr als alle anderen Staatengefüge. Das ist bemerkenswert.
Der Sonderfall hat sich über all die Jahrhunderte bewährt, so die Möglichkeit des Volkes die Angelegenheiten in die eigene Hand zu nehmen. Wichtige Entscheide fallen an der Urne und nicht am Pult von realitätsfernen Bürokraten. Staatsverdrossenheit ist darum bei uns weniger ein Thema als in anderen Ländern.

Freiheit, Unabhängigkeit und Rechtstaatlichkeit schaffen Stabilität und Sicherheit und bilden die Rahmenbedingung für den Wohlstand unserer Gesellschaft.

Dass es uns dabei so gut geht verdanken wir überwiegend der Innovation, dem Fleiss und der Ausdauer der Unternehmer im weiten Sinne, also letztendlich von all jenen, die Initiative, Wissen und Können einsetzen, getragen von der Selbstverantwortung und immer auch begleitet vom eigenen wirtschaftlichen Risiko.

Nebst Dienstleistungen und spezialisierter Industrie von Weltruf, pflegen die Bauern bei der Produktion gesunder Lebensmittel auch unsere Landschaft und bieten damit nicht nur uns, sondern auch dem Tourismus eine wertvolle natürliche Lebensgrundlage. Viele soziale Leistungen werden im Rahmen vom Familiengefüge und unentgeltlich erbracht, ein Dank auch all jenen, die Lehrlinge ausbilden, nicht weil sie vom Staat dazu gezwungen werden, sondern weil sie an die Jugend und den Fortbestand ihrer Branche glauben.

Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell, darauf dürfen wir stolz sein!

Doch eine Gesellschaft der es zu gut geht, wird träge und unvorsichtig. Erinnern wir uns deshalb an weitere Tugenden der Schweiz und betrachten die Gegenwart mit einer gewissen Bescheidenheit und Demut.

Wieviel Wohlstand ist noch gesund? Überlastet das ungebremste Wachstum unsere Infrastruktur, die Landschaft unsere Unabhängigkeit und gefährdet damit am Ende die Grundlagen unseres Wohlstandes? Diesen Fragen sollten wir nicht länger ausweichen, auch wenn die Antworten unangenehm sein sollten.

Es gilt auch wachsam zu sein!

In diesen Tagen jährt sich das Ende des goldenen Zeitalters und der Beginn des dunkelsten Kapitels in Europa zum hundertsten Mal. Wie fröhlich und unbekümmert, vom Frieden beseelt und wohlhabend, hat man sich damals über Nacht in einer unermesslichen Katastrophe wiedergefunden.

Dies soll uns eine Warnung sein!

•    Im Nahen Osten beschiessen sich unversöhnliche Nachbarn gegenseitig, unerbittlich, ohne Rücksicht auf Zivilisten.
•    Der Arabische Frühling weicht einem frostigen Winter eines Kalifats mit menschenfeindlichen Wertvorstellungen und weltweitem Machtanspruch.
•    Im Osten sichert sich ein gnadenloser Herrscher seine Macht auf Kosten eines unabhängigen Landes.

Der Friede gefriert zum kalten Krieg.

Das Alles spielt sich in unserer Nähe ab. Alles war unvorhersehbar, niemand hätte gedacht, dass es soweit kommen könnte, wie damals, 1914.
Ich will nicht angstmachen oder schwarzmalen, man kann auch nicht direkt vergleichen, aber es wäre schlicht verantwortungslos die Gefahr für unser goldenes Zeitalter nicht wahrhaben zu wollen.

Gerade weil die Bedrohung diffus und nicht greifbar ist gilt es wachsam zu sein. Terrorismus, unkontrollierte Migrationsströme, Cyberattacken und Angriffe auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes sind leider höchst ernstzunehmende Szenarien.

Ein souveräner Staat muss sich immer und jederzeit schützen können, dazu ist auch eine glaubwürdige Armee zwingend notwendig, insbesondere der Luftraum darf nicht aus der Kontrolle geraten.

In den an Russland grenzenden baltischen Staaten, schützen tschechische Gripen den Luftraum
 – und was machen wir für unsere Sicherheit in unserem Wohlstand? –

Sie verstehen weshalb ich mir nicht sicher bin ob man sich bei uns der Lage bewusst ist.

Aber wir haben es selbst in der Hand, es beginnt hier bei uns, in der Gemeinde;
Der gesunde Menschenverstand sagt uns:
Wer schon im Kleinen versagt, scheitert auch im grossen Rahmen. Die grössten Probleme entstehen, weil man das Naheliegende nicht mehr im Griff hat.

Oder umgekehrt, wenn wir im kleinen Friede und Ordnung haben, leisten wir einen Beitrag für eine bessere Welt.

Auch wenn die Gemeinde und ihre Aussenwachten nur kleine Gebilde im Staatsgefüge sind, solche friedlichen Orte sind es, die den Geist und Charakter, die Stärke und das Wesen der Schweiz ausmachen.

Darum bin ich mir sicher, wenn wir uns auf unsere Werte besinnen - auch auf die Bescheidenheit und Demut- dann meistern wir jede Herausforderung und leben auch in Zukunft in der Schweiz wie wir sie lieben.

Sie sind es liebe Stadlerinnen und Stadler, welche die Gemeinde lebendig halten und die Schweiz zu dem machen was sie ist - unsere Heimat!

Danke, dass ich heute bei Ihnen sein darf, MERCI